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DIE LOGIK DER KONTROVERSE HANS BLUMENBERG ALS AKTEUR DER SÄKULARISIERUNGSDEBATTE

Categories
Sciences humaines et sociales
Philosophie
by Held Lukas

Den Kontext dieser Arbeit bildet die Säkularisierungsdebatte der 1960er Jahre in Deutschland, genauer das sogenannte „Säkularisierungstheorem“, demzufolge viele als originell neuzeitlich geltende, das moderne Selbstverständnis prägende Inhalte und Konzepte tatsächlich säkularisierte christliche sind. Das Thema dieser Arbeit ist Hans Blumenbergs Kritik am Säkularisierungstheorem, die dieser im ersten Teil seiner Legitimität der Neuzeit vortrug und in welchem er sich insbesondere mit den Theorien Löwiths, Gadamers, Kosellecks und Schmitts befasst. Ziel dieser Arbeit ist es, 1/ ein geistesgeschichtliches Panorama der Säkularisierungsdebatte zu entwerfen, unter Berücksichtigung der Begriffsgeschichte von „Säkularisierung“ sowie des Gebrauchs der Kategorie Säkularisierung in verschiedenen Kontexten, 2/ eine konzise Darstellung der philosophischen Position Hans Blumenbergs in der Debatte sowie der Grundprinzipien einer Phänomenologie der Geschichte zu geben, 3/ eine Analyse der Argumente Blumenbergs unter rhetorischen Gesichtspunkten zu skizzieren. Die Methodologie der Arbeit ist a geistesgeschichtlich: die jeweiligen Positionen und Argumente der Protagonisten werden als Beitrag zu einer größeren Debatte und als solche immer in ihrem Kontext betrachtet, wobei eine dynamische Darstellung der Grundgedanken und philosophischen Kernthesen der Autoren angestrebt wird; b hermeneutisch: die Kernthesen der Geschichtsphilosophie Blumenbergs sowie die Grundlagen und Voraussetzungen der Theorien seiner Kontrahenten werden erschlossen; c argumentationstheoretisch: der Standpunkt, von dem aus Blumenberg seine Thesen zur Geschichte formuliert sowie die Taktik, derer er sich in der Konfrontation bedient, werden untersucht.

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