Wartung und Diagnose an Kfz-Klimaanlagen
Die Richtlinie 2006/40/EG1 des europäischen Parlaments beschreibt die Begrenzung von Emissionen bestimmter fluorierter Treibhausgase. Die Emissionen aus Klimaanlagen des teilfluorierten Kohlenwasserstoffes 134a HFKW-134a, welche ein Treibhauspotenzial von 1430 besitzt, erregen aufgrund Ihres möglichen Einflusses auf das Klima zunehmend Besorgnis. Dies betrifft nicht nur den bauartbedingten Verlust dieser Kältemittel aus den Anlagen, sondern auch die Entweichung dessen bei Wartungs- und Reparaturarbeiten. Falsch gewartete, schlecht reparierte Anlagen sowie fehlerhafte Diagnosen führen zu unnötigem Kältemittelverlust und wirken sich somit negativ auf unsere Umwelt aus. Nach Angaben der Experten des UNEP United Nations Environment Programme2 werden im Jahr 2020 schädliche Kältemittel im Umfang von mindestens 240 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten in die Atmosphäre gelangen und den Klimawandel verstärken. Angehende Fachkräfte müssen deshalb ausreichend geschult werden, um sämtliche Wartungs,-Diagnose- und Reparaturarbeiten an Kfz-Klimaanlagen umwelt- sowie fachgerecht durchführen zu können. Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Schülern der technischen Abschlussklassen der Kfz-Ausbildung eine praxisorientiertere Ausbildung im Modul CONSE Confort et Sécurité anzubieten. Durch die Verordnung EG Nr. 307/20083 bilden die Kenntnisse über die Funktion und Wartung der Klimaanlage sowie Rückgewinnung von fluorierten Kältemittel eine Mindestvoraussetzung um an diesen Anlagen arbeiten zu dürfen. Um diesem Ziel weitestgehend gerecht zu werden, wurde diese Arbeit wie folgt erstellt: Theoretische Auffrischung zur Funktion und Aufbau von Kfz-Klimaanlagen. Zusammenfassung der Verordnungen EG Nr. 2006/40 und 307/2008. Umweltschutz Treibhauseffekt, Ozonabbaupotential, Recycling. R134a, R1234yf, PAG-Öle, Umgang, Gefahren und Unfallverhütung. Entleeren, Spülung, Dichtheitskontrolle, Befüllung von Kfz-Klimaanlagen. Fehlersuche anhand von Druck- und Temperaturmessungen, Diagnosegerät, und mittels elektrischem Schaltplan. Lehrmodell 1: Wartung und Fehlersuche. Lehrmodell 2: Dichtheitskontrolle und Spülung.