Bildungsprojekte für eine nachhaltige Entwicklung in der Natur-, Kultur- und Urbanlandschaft in und um die Gemeinde Diekirch.
In den letzten Jahrzehnten hat sich die schulische Umweltbildung grundlegend verändert. So orientiert sich die aktuelle Diskussion notwendiger Innovationen in der Umweltbildung an dem globalen umwelt- und bildungspolitischen Handlungsprogramm für das 21. Jahrhundert, der AGENDA 21, um ihr Leitbild einer „nachhaltigen Entwicklung“. Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ist eine unabdingbare Zukunftsaufgabe und ein unverzichtbares Element moderner Allgemeinbildung. Ihre gesellschaftliche und bildungspolitische Relevanz wird weithin akzeptiert. Oft genügt jedoch die punktuelle Thematisierung von Umweltproblemen im Unterricht dem programmatischen Anspruch der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ebenso wenig wie die bisherige Praxis, Bildung für eine nachhaltige Entwicklung primär auf naturwissenschaftliche Phänomene und Problemlösungen zu beschränken. In einem ersten Teil dieser Arbeit, werden die theoretischen Grundlagen sowie die Ursprünge des Leitbildes nachhaltiger Entwicklung erläutert. Ausgehend von den politischen Grundsatzdokumenten werden anschließend die Zielsetzungen der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung definiert. Unter Berücksichtigung der zu fördernden Fähigkeiten und Kompetenzen, folgt eine Analyse der didaktischen Ausgestaltung und der methodischen Grundsätze der Bildung für Nachhaltigkeit. In einem zweiten Teil dieser Arbeit, wurden Bildungsprojekte für eine nachhaltige Entwicklung in der Natur-, Kultur- und Urbanlandschaft in und um die Gemeinde Diekirch ausgearbeitet. Die zentralen Themenfelder Kulturlandschaft: Streuobstwiesen, Hecken; Siedlungsgebiete: Energieversorgung, Luft, Lebensstil – Konsum – Abfall; Biologische Landwirtschaft – Öko- Produkte; Wasser wurden unter Berücksichtigung der ökologischen, ökonomischen, sozialen und politischen Gesichtspunkte erarbeitet. Hierzu wurden theoretische und vor allem praktische Unterrichtseinheiten/Arbeitsbögen zu den einzelnen Themen erstellt. Jede Problematik wurde unter folgenden Aspekten behandelt: - Eingriffe des Menschen/Ursachen - Auswirkungen/Wirkungsweisen - Lösungsansätze Um die theoretischen und praktischen Unterrichtseinheiten vorzubereiten und die Arbeitsbögen erstellen zu können, wurden die außerschulischen Lernorte in und um die Gemeinde Diekirch erfasst und aufgesucht. Die Natur-, Kultur- und Urbanlandschaft in und um die Gemeinde Diekirch bietet viele Möglichkeiten, nachhaltige Bildungsprojekte anzubieten, welche die zahlreichen Schüler der einzelnen Lyzeen LCD, NOSL, LTHA, LTA nutzen können. In Zusammenarbeit mit den öffentlichen Behörden und privaten Einrichtungen wurden Unterrichtsprojekte für Schüler unterschiedlichen Alters erstellt. Zu den ausgewählten Klassen zählen: - Enseignement secondaire: VIIe – 3e nonC - Enseignement secondaire technique: 7eST – 10e Die einzelnen Projekte können fortan fächerübergreifend von den Lehrpersonen der einzelnen Schulen in und um Diekirch eingesetzt werden. Sie sollen eine Auseinandersetzung der Schuler mit der natürlichen, sozialen und gebauten Umwelt ermöglichen wobei, Bereitschaft und Kompetenz zum Handeln unter ökologischen Gesetzmäßigkeiten entwickelt werden können. In den einzelnen Bildungsprojekten soll durch die Vermittlung von Umweltwissen, das Umweltbewusstsein der Schüler gefördert werden, die dadurch zu einem umweltschonendem Handeln angeregt werden könnten. Die Schüler sollen sich neue Werte aneignen, durch einen fächerübergreifenden, situationsbezogenen und handlungsorientierten Unterricht locale Lösungsansätze für nachhaltiges Verhalten erkennen und sich aktiv an der Lösung von komplexen Umweltproblemen beteiligen. Entdeckende und ganzheitliche Lernaktivitäten an außerschulischen aber schulnahen Lernorten „Naturerfahrungen“ sollen sich zudem positiv auf die Handlungsintentionen und die Motivation der Schüler auswirken.