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Historisches Lernen in einem multikulturellen Kontext am Beispiel der portugiesischen Zeit- und Migrationsgeschichte

Categories
Sciences humaines et sociales
Histoire
by Nadine Besch

In Luxemburg sind die Biografien der meisten Schiller von Migrationserfahrungen geprägt. Unterschiedliche Erfahrungswelten stoßen dennoch im Klassenraum aufeinander. Der Geschichtsunterricht muss der daraus resultierende Heterogenität innerhalb der Schülerschaft gerecht werden, und sich zunehmend interkulturell ausrichten. In der vorliegenden Arbeit geht es darum, anhand eines konkreten Unterrichtsprojekts, aufzuzeigen, wie man den Geschichtsunterricht inhaltlich an die multikulturelle Zusammensetzung der Schülerschaft anpassen und au£ diese Weise interkulturelles Lernen anregen kann.   In Luxemburg haben sehr viele Schuler portugiesische Wurzeln, beziehungsweise ihre familiäre Geschichte ist mit der portugiesischen Geschichte verstrickt. Die Geschichte Portugals des 20. Jahrhunderts, insbesondere die langjährige Salazar­ Diktatur mit teils totalitären Zügen, sowie die damit eng verbundene massenhafte Auswanderung der Portugiesen, werden jedoch im Geschichtsunterricht kaum thematisiert. Ich mochte diesen Umstand andern, zeigen wie man beide Themen aufgreifen kann und den Schiilern den Zusammenhang zwischen beiden Sachverhalten vermitteln kann.   Die Arbeit gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil der Arbeit werden zunächst folgende historische Sachverhalte beleuchtet: die Entstehungsgeschichte, die Merkmale sowie die Gründe für den Untergang der Salazar-Diktatur. Danach wird der Zusammenhang mit der Geschichte der ersten Generation von portugiesischen Auswandern nach Luxemburg in den1960er und 1970er Jahren hergestellt. Der zweite Teil der Arbeit befasst sich mit didaktischen Konzepten wie interkulturelles und inklusives Geschichtslernen, sowie mit dem didaktischen Potenzial von Migrationsgeschichte. Es folgt eine umfassende und kritische Analyse der Planung und Umsetzung des konkreten Unterrichtsprojekts.

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